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Baukindergeld

Das Baukindergeld gehört zu den attraktiven staatlichen Förderprogrammen der KfW-Förderung und richtet sich besonders an Familien, die mit dem Gedanken spielen, ein neues Eigenheim zu kaufen oder zu bauen. Die Förderoption endet allerdings zum 31. März 2021. Lesen Sie hier, wie Sie jetzt noch von dieser befristeten Unterstützungsmöglichkeit profitieren können. WIORA informiert über Voraussetzungen und Regularien, die bei der Beantragung der Fördermöglichkeit hilfreich sein werden. Wir geben Ihnen außerdem nützliche Tipps an die Hand, die Ihnen im Beantragungsprozess viel Zeit ersparen.

Was ist das Baukindergeld?

Am 18. September 2018 wurde das Baukindergeld eingeführt, um vor allem jungen Familien, die finanziell eingeschränkt sind, den Traum von einem Eigenheim ermöglichen zu können. Ursprünglich bis Ende 2020 angesetzt, wurde der Förderzeitraum aufgrund der Corona-Pandemie nun bis zum 31. März 2021 verlängert. Unterschreiben Sie Ihren Kaufvertrag vor Ablauf dieser Frist, können Sie noch einen Antrag auf Baukindergeld stellen.

Der Begriff Baukindergeld suggeriert, es handele sich um eine Förderung, die nur für Bauherren interessant sein könnte. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass auch der Kauf von Bestandsimmobilien durch das Baukindergeld bezuschusst wird.

Wie hoch ist die Fördersumme?

Wird Ihr Antrag auf Baukindergeld genehmigt, beträgt die anschließende Förderdauer 10 Jahre. Förderberechtigte Haushalte erhalten 1.200 Euro pro Jahr und pro Kind, was einer maximalen Fördersumme von 12.000 Euro pro Kind entspricht.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Förderberechtigt sind in erster Linie Haushalte mit einem maximalen Einkommen von 90.000 Euro im Jahr, von denen 15.000 Euro pro Kind gerechnet werden. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um je 15.000 Euro. Das Baukindergeld können Immobilienkäufer und Bauherren unter der Voraussetzung erhalten, dass es sich bei dem entsprechenden Objekt um die einzige Wohnimmobilie im Eigenbesitz handelt. Gehören Ihnen zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung – ob Kaufvertrag oder Baugenehmigung – weitere Immobilien, so kommt das Baukindergeld für Sie leider nicht infrage. In Bezug auf den Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung sollten Sie außerdem darauf achten, dass dieser nicht vor dem 01.01.2018 datiert ist und dass Ihr Einzug nicht länger als 6 Monate zurückliegt – solche Anträge werden nicht bezuschusst.

Eine weitere Einschränkung erfährt dieses Förderangebot durch die Bestimmung der Vertragspartner: Kaufen Sie eine Immobilie von Angehörigen Ihrer Familie, so kann das Baukindergeld ebenfalls nicht ausgezahlt werden. Achten Sie bei den Eigentumsanteilen darauf, dass Ihnen als Antragsteller mindesten 50 % der Immobilie gehören und dass sich das neue Eigenheim in Deutschland befindet. Ist dies nicht der Fall, so wird der Zuschuss nicht gewährt. Das Baukindergeld kann außerdem erst ab dem Tag des Einzuges beantragt werden!

Wie beangtrage ich das Baukindergeld?

Baukindergeld wird online über das KfW-Portal beantragt. Bevor Sie einen Antrag stellen, sollten Sie vom Vorab-Check der KfW Gebrauch machen, der Ihnen aufzeigt, ob Sie förderberechtigt sind oder ob das Baukindergeld in Ihrem Fall nicht gewährt werden kann.

Sollten Sie Anspruch auf diese Förderoption haben, dann können Sie schnell und einfach Ihre Daten eintragen. Im Anschluss daran werden Ihnen zwei Ident-Verfahren angeboten, die für das spätere Hochladen Ihrer Unterlagen wie Meldebestätigung oder des Kaufvertrages notwendig sind. Haben Sie alle Schritte erfolgreich durchlaufen, warten Sie auf Ihre Zusage.

Erste Bilanzierungen zeigen auf, dass allein im ersten Jahr etwa 135.000 Anträge von Familien eingegangen sind, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchten. Es hat sich außerdem gezeigt, dass Antragsteller des Baukindergeldes in der Regel eine positive Rückmeldung erhalten und Zuschüsse in den meisten Fällen – bei Erfüllung der Voraussetzungen – gewährt werden.

Wichtige Informationen

Sie sollten bei der Kalkulation Ihrer Immobilienfinanzierung berücksichtigen, dass die Fördermöglichkeit Baukindergeld zwar eine erhebliche finanzielle Unterstützung darstellt, doch nur jährlich ausgezahlt wird. Die Wahrscheinlichkeit günstigere Kreditkonditionen zu erhalten, ist daher eher gering, da das Geld nicht als Teil Ihres Eigenkapitals betrachtet und somit auch nicht miteingerechnet werden kann.

Förderoptionen nutzen

WIORA empfiehlt, das Baukindergeld – sofern möglich – zu nutzen und die Kosten der Immobilienfinanzierung auf diese Weise zu schmälern. Häufig kann das Baukindergeld die Kaufnebenkosten abdecken und verschafft Ihnen so einen finanziellen Vorsprung. Allgemein gilt, dass Sie Ihre Immobilie auch ohne die Förderung realisieren können sollten und der Zuschuss keine notwendige Bedingung ist, sondern als willkommene Erleichterung gesehen wird.

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